Jeder, der schon einmal einen Proteinshake gemixt hat, kennt das Gefühl: Im Regal stehen Pulver von More Nutrition neben Eigenmarken der Drogerie, und die Preisunterschiede sind gewaltig – lohnt sich der Hype um die Instagram-vermarkten Produkte wirklich? Eine Portion More Protein liefert rund 25 Gramm Eiweiß bei null Gramm Zucker – ein Wert, der neugierig macht.

Empfohlene Proteinzufuhr (Erwachsene): 0,8 g pro kg Körpergewicht ·
Protein pro Portion More Protein: ca. 25 g ·
Zucker pro Portion More Protein: 0 g ·
Protein in Hähnchenbrust (100 g): 31 g

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
3Zeitleisten-Signal
  • 2021: More Nutrition startet mit breiter Instagram-Kampagne
  • 2023: Utopia und andere Portale hinterfragen Inhaltsstoffe und Marketing
  • 2025: dm führt Eigenmarke „Sportness Eiweiß 90“ als günstige Alternative
4Wie es weitergeht
  • Wachsende Nachfrage nach transparenten Inhaltsstoffangaben (Utopia – Verbraucherportal)
  • Mehr Drogerie-Eigenmarken mit vergleichbaren Nährwerten zu niedrigeren Preisen (Utopia – Verbraucherportal)

Die folgenden Daten fassen die Kerninformationen zusammen.

Fakten im Überblick: Proteinbedarf und More Protein
Merkmal Wert
Empfohlene Tagesdosis Protein (Erwachsener) 0,8 g/kg Körpergewicht
Protein pro Portion More Protein 25 g
Anzahl More-Protein-Varianten über 20
Zucker pro Portion More Protein 0 g
Durchschnittlicher Proteingehalt Hähnchenbrust (100 g) 31 g

Welches Lebensmittel hat den höchsten Proteingehalt?

Welche tierischen Proteinquellen sind am reichhaltigsten?

  • Hähnchenbrust enthält ca. 31 g Protein pro 100 g – das ist der Spitzenwert unter den gängigen Fleischsorten (DGE – wissenschaftliche Fachgesellschaft).
  • Rindfleisch (Filet) kommt auf etwa 26 g, Schweinefleisch auf rund 22 g pro 100 g.
  • Fisch wie Thunfisch oder Lachs erreicht 23–25 g – und liefert zusätzlich wertvolle Omega-3-Fettsäuren.
  • Eier enthalten ca. 6 g Protein pro Stück (Größe M), das meiste davon im Eiklar (DGE – wissenschaftliche Fachgesellschaft).

Welche pflanzlichen Lebensmittel liefern viel Protein?

  • Sojabohnen führen mit rund 36 g Protein pro 100 g – sie sind die dichteste pflanzliche Quelle (DGE – wissenschaftliche Fachgesellschaft).
  • Linsen bringen es auf etwa 9 g, Kichererbsen auf 8 g pro 100 g (gekocht).
  • Hanfsamen und Kürbiskerne liegen bei 25–30 g – allerdings bei hohem Fettgehalt.
  • Quinoa zählt mit 14 g zu den proteinreichsten Getreidesorten und enthält alle essenziellen Aminosäuren.

Wie viel Protein steckt in Fleisch, Fisch und Eiern?

  • Eine durchschnittliche Portion Hähnchenbrust (150 g) liefert rund 46 g Protein – fast das Doppelte des Bedarfs eines 70 kg schweren Erwachsenen pro Mahlzeit (DGE – wissenschaftliche Fachgesellschaft).
  • Zwei Eier (ca. 100 g) decken mit 12 g etwa 20 % des Tagesbedarfs einer 70 kg schweren Person.
  • Lachs (150 g) enthält 35 g Protein – plus Vitamin D und Jod.
Fazit: Kein Lebensmittel liefert Protein in Reinform – die Dichte variiert stark. Wer auf natürliche Quellen setzt, bekommt jedoch wertvolle Begleitnährstoffe ohne Zusatzstoffe.

Die Bandbreite der natürlichen Quellen zeigt: Vollwertige Lebensmittel liefern nicht nur Protein, sondern auch Begleitnährstoffe.

Wie kann ich meinen Proteinspiegel erhöhen?

Wie viele Gramm Protein benötige ich pro Tag?

  • Die empfohlene Tagesdosis für Erwachsene liegt bei 0,8 g pro kg Körpergewicht (DGE – wissenschaftliche Fachgesellschaft).
  • Für eine 70 kg schwere Person bedeutet das: 56 g Protein pro Tag – das entspricht etwa 180 g Hähnchenbrust oder 2 Portionen More Protein.
  • Sportler benötigen je nach Belastung 1,2–2,0 g pro kg (DGE – wissenschaftliche Fachgesellschaft).
  • Bei intensivem Krafttraining können kurzfristig sogar bis zu 2,2 g sinnvoll sein.

Welche Lebensmittel sollte ich essen, um meine Proteinzufuhr zu steigern?

  • Setzen Sie auf eine Kombination aus tierischen und pflanzlichen Quellen – das Aminosäureprofil ergänzt sich optimal.
  • Griechischer Joghurt (10 g pro 100 g), Hüttenkäse (11 g) und Eier sind schnelle und günstige Eiweißlieferanten.
  • Linsen, Kichererbsen und Tofu eignen sich für Mahlzeiten, die gleichzeitig Ballaststoffe liefern.

Kann ich Proteinpulver verwenden?

  • Ein Proteinshake kann eine einfache Ergänzung sein – besonders nach dem Training oder unterwegs (More Nutrition – Hersteller).
  • More Protein enthält pro Portion (30 g Pulver) rund 25 g Eiweiß und null Gramm Zucker.
  • Pflanzliche Alternativen auf Erbsen- oder Reisproteinbasis sind ebenfalls erhältlich.

Ist mehr Protein wirklich immer gesund?

  • Eine übermäßige Proteinzufuhr kann bei bestehenden Nierenerkrankungen schädlich sein (DGE – wissenschaftliche Fachgesellschaft).
  • Für gesunde Menschen gilt eine Zufuhr bis 2,0 g pro kg Körpergewicht als unbedenklich.
  • Wer zu viel Protein aufnimmt, riskiert eine einseitige Ernährung – weil Kohlenhydrate und Fette zu kurz kommen.
Fazit: Die Dosis macht das Gift. Wer seinen Bedarf kennt und auf eine abwechslungsreiche Ernährung achtet, kann Proteinpulver gezielt einsetzen – muss es aber nicht.

Die Empfehlungen der DGE dienen als Orientierung – individuelle Anpassung ist entscheidend.

Der Kompromiss

Mehr Protein bedeutet nicht automatisch bessere Gesundheit. Der Körper kann überschüssiges Eiweiß nicht speichern – er scheidet es aus oder wandelt es in Fett um. Für den Durchschnittsdeutschen, der ohnehin rund 90–110 g Protein pro Tag isst, bringt ein zusätzlicher Shake oft keinen messbaren Vorteil.

Ist More Protein gut?

Was sind die Inhaltsstoffe von More Protein?

  • Das Pulver besteht aus Molkenproteinisolat, Milcheiweiß und pflanzlichen Proteinen – die genaue Rezeptur variiert je nach Geschmacksrichtung (More Nutrition – Hersteller).
  • Enthalten sind Süßungsmittel wie Sucralose, Aromen und teilweise Konservierungsstoffe – das Unternehmen sieht darin bei praxisüblicher Dosierung kein Gesundheitsrisiko (Utopia – Verbraucherportal).
  • Die Qualität wird durch Labortests bestätigt; die Nährwertangaben sind auf der Verpackung einsehbar.

Wie schneidet More Protein im Vergleich zu anderen Marken ab?

  • More Protein liegt preislich im oberen Segment – ein Kilo kostet je nach Variante 30–45 Euro.
  • dm Sportness Eiweiß 90 kostet mit ca. 20 Euro pro Kilo deutlich weniger und liefert 25,8 g Protein pro 30 g Portion (eiweisspulver-test.com – unabhängiges Testportal).
  • Beide Produkte sind zuckerfrei, unterscheiden sich aber in der Proteinzusammensetzung: dm setzt auf Milcheiweiß (91 %) plus Sojaprotein, More Nutrition auf Molkenisolat als Hauptquelle.

Gibt es negative Erfahrungen mit More Protein?

  • Auf Trustpilot loben Kunden Geschmack und Alltagstauglichkeit, bemängeln aber die geringe Verfügbarkeit im Online-Shop und lange Lieferzeiten (Trustpilot – Kundenbewertungsplattform).
  • Vereinzelt wird von beschädigten Verpackungen und als zu hoch empfundenen Preisen berichtet.
  • Utopia kritisiert die starke Vermarktung über Influencer und die hohe Verarbeitungsstufe der Produkte (Utopia – Verbraucherportal).

Warum empfehlen manche Ärzte Proteinpulver nicht?

  • Einige Mediziner warnen vor Proteinpulver wegen potenzieller Zusatzstoffe oder möglicher Belastung bei Nierenproblemen (DGE – wissenschaftliche Fachgesellschaft).
  • Die Sorge gilt vor allem Produkten mit künstlichen Süßstoffen und isolierten Proteinen, die den natürlichen Nährstoffverbund vermissen lassen.
  • Für Menschen mit gesunden Nieren und ohne Unverträglichkeiten ist Proteinpulver jedoch in der Regel unbedenklich – vorausgesetzt, es ergänzt eine ausgewogene Ernährung und ersetzt sie nicht.
Worauf Sie achten sollten

Ärzte raten bei Proteinpulvern vor allem zu einem Blick auf die Zutatenliste: Je kürzer, desto besser. Wer zu More Protein greift, sollte sich bewusst sein, dass er ein verarbeitetes Produkt kauft – kein Naturlebensmittel. Für gesunde Erwachsene ist das kein Problem, für Menschen mit empfindlichem Magen oder Nierenerkrankungen jedoch möglicherweise nicht ideal.

Die Bewertung von More Protein hängt stark von individuellen Prioritäten ab – Convenience steht gegen Natürlichkeit.

Welches Protein ist am besten bei Sarkopenie?

Warum ist Protein wichtig bei Muskelschwund?

  • Sarkopenie beschreibt den altersbedingten Verlust von Muskelmasse und -kraft – ab etwa 50 Jahren nimmt die Muskelmasse um 1–2 % pro Jahr ab.
  • Eine erhöhte Proteinzufuhr kann diesen Prozess verlangsamen, besonders in Kombination mit Krafttraining (DGE – wissenschaftliche Fachgesellschaft).
  • Bei Sarkopenie wird eine erhöhte Zufuhr von 1,2–1,5 g Protein pro kg Körpergewicht empfohlen – das sind 84–105 g für eine 70 kg schwere Person.

Welche Proteinarten sind besonders effektiv?

  • Leucinreiches Protein wie Whey (Molke) kann den Muskelaufbau besonders gut anregen, weil Leucin den mTOR-Signalweg aktiviert (Cleveland Clinic – medizinisches Forschungszentrum).
  • Casein (Milcheiweiß) wird langsamer verdaut und versorgt die Muskeln über Stunden – ideal vor dem Schlafengehen.
  • Pflanzliche Proteine wie Erbsen- oder Reisprotein haben ein geringeres Leucinprofil, können aber durch Kombination aufgewertet werden.

Wie viel Protein brauchen ältere Menschen?

  • Die DGE empfiehlt für über 65-Jährige eine Zufuhr von mindestens 1,0 g pro kg Körpergewicht (DGE – wissenschaftliche Fachgesellschaft).
  • Bei bestehender Sarkopenie oder Gebrechlichkeit sind 1,2–1,5 g pro kg angezeigt.
  • Eine Kombination aus Krafttraining (2–3× pro Woche) und proteinreicher Ernährung verbessert die Muskelmasse messbar.
Der Haken

Nicht jedes Protein ist gleich gut geeignet. Bei Sarkopenie zählt die Qualität der Aminosäuren, nicht nur die Menge. Whey-Isolat schneidet hier am besten ab, ist aber teuer und nicht für Veganer geeignet. More Protein bietet mit Molkenisolat eine gute Quelle – doch wer auf Milchprodukte verzichtet, muss zu pflanzlichen Alternativen greifen und genau auf die Leucinwerte achten.

Bei Muskelschwund ist die Proteinqualität entscheidend – Whey-Isolat ist effektiv, aber nicht die einzige Option.

Welches Getränk ist reich an Protein?

Milch und Milchprodukte als Proteinquellen

  • Kuhmilch enthält ca. 3,4 g Protein pro 100 ml – ein Glas (200 ml) liefert knapp 7 g (DGE – wissenschaftliche Fachgesellschaft).
  • Buttermilch (3,5 g) und Kefir (3,2 g) liegen ähnlich und enthalten zusätzlich probiotische Kulturen.
  • Hüttenkäse ist mit 11 g pro 100 g die konzentrierteste Milchproteinquelle.

Proteinreiche pflanzliche Drinks

  • Sojamilch hat ca. 3,3 g Protein pro 100 ml – mehr als andere Pflanzendrinks (DGE – wissenschaftliche Fachgesellschaft).
  • Erbsenmilch kommt auf 2,5–3,0 g, Hasel- oder Mandelmilch nur auf 0,5–1,0 g.
  • Angereicherte Pflanzendrinks mit Erbsenprotein erreichen inzwischen bis zu 5 g pro 100 ml.

Sind Proteinshakes gesünder als natürliche Getränke?

  • Ein Proteinshake kann bis zu 25 g Protein pro Portion liefern – das ist die 7‑fache Menge eines Glases Milch (More Nutrition – Hersteller).
  • Natürliche Getränke enthalten Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die im Shake fehlen.
  • Für den schnellen Protein-Push nach dem Sport ist ein Shake praktisch – als alleinige Proteinquelle ist er jedoch weniger geeignet als vollwertige Lebensmittel.

Proteinshakes punkten mit hoher Konzentration, natürliche Getränke mit zusätzlichen Nährstoffen – die Wahl hängt vom Ziel ab.

Was sind die 7 Anzeichen eines Proteinmangels?

Welche Symptome deuten auf einen Proteinmangel hin?

  • Müdigkeit und Antriebslosigkeit treten früh auf, weil der Körper keine ausreichenden Aminosäuren für Neurotransmitter hat (Cleveland Clinic – medizinisches Forschungszentrum).
  • Haarausfall und brüchige Nägel sind typische Zeichen – Haare bestehen zu 90 % aus Keratin (einem Protein).
  • Geschwächtes Immunsystem: Ohne genügend Protein produziert der Körper weniger Antikörper.
  • Ödeme (Wassereinlagerungen) entstehen, weil Eiweißmangel den onkotischen Druck in den Blutgefäßen senkt.
  • Muskelabbau (besonders an Armen und Beinen) ist ein spätes, aber ernstes Zeichen.
  • Verlangsamtes Wachstum bei Kindern und verzögerte Wundheilung bei Erwachsenen.
  • Stimmungsschwankungen und Konzentrationsstörungen durch fehlende Aminosäuren für Botenstoffe.

Wie wird ein Proteinmangel diagnostiziert?

  • Ein Bluttest misst den Serum-Albumin- und Präalbumin-Spiegel – Werte unter 3,5 g/dl Albumin gelten als auffällig.
  • Bei Verdacht sollte ein Arzt die Ernährung und eventuelle Grunderkrankungen abklären (Cleveland Clinic – medizinisches Forschungszentrum).
  • In Industrieländern ist ein echter Proteinmangel selten – meist liegt eine unausgewogene Gesamternährung vor.

Was kann ich gegen Proteinmangel tun?

  • Die Ernährung umstellen: täglich mindestens eine Portion Hülsenfrüchte, Fleisch, Fisch oder Eier einplanen.
  • Bei erhöhtem Bedarf (Sport, Alter, Krankheit) können Proteinshakes als Ergänzung sinnvoll sein (More Nutrition – Hersteller).
  • Ein Ernährungsprotokoll über eine Woche hilft, die tatsächliche Zufuhr zu erfassen und anzupassen.

Ein echter Proteinmangel ist in westlichen Ländern selten – die Symptome sollten dennoch ernst genommen werden.

More Protein im direkten Vergleich

Drei Proteinquellen, zwei Kategorien, ein klares Muster: Wer auf Nummer sicher gehen will, greift zu natürlichen Lebensmitteln – wer Bequemlichkeit sucht, zahlt bei Pulvern drauf.

Merkmal More Protein dm Sportness Eiweiß 90 Hähnchenbrust (100 g)
Protein pro Portion 25 g (30 g Pulver) 25,8 g (30 g Pulver) 31 g
Kalorien pro Portion ca. 110 kcal 113 kcal 165 kcal
Zucker pro Portion 0 g 1,2 g 0 g
Preis pro kg 30–45 € ca. 20 € 12–18 €
Zusatzstoffe Süßungsmittel, Aromen Aromen, Sojalecithin keine
Fazit: More Protein und dm Sportness Eiweiß 90 liegen bei Protein pro Portion fast gleichauf. Der entscheidende Unterschied: der Preis – und die Frage, ob man verarbeitete Zusatzstoffe in Kauf nimmt. Die Hähnchenbrust als Naturprodukt liefert mehr Protein und null Zusätze, dafür aber auch Fett und etwas mehr Kalorien.

Der direkte Vergleich zeigt: Die Wahl zwischen Pulver und Natur hängt von Prioritäten ab – nicht von der reinen Proteinmenge.

Technische Daten: More Protein im Detail

Ein Blick auf die Nährwerttabelle zeigt, wo More Protein punkten will – und wo die Kompromisse liegen.

Eigenschaft Wert pro 30 g Portion
Protein 25 g
Kalorien ca. 110 kcal
Fett 0,5–1,0 g
Kohlenhydrate 1,0–2,0 g
davon Zucker 0 g
Geschmacksrichtungen über 20 (Vanille, Schoko, Erdbeer u.a.)
Verpackungsgröße 500 g, 1 kg, 2 kg
Zutaten (Beispiel Vanille) Molkenproteinisolat, Milcheiweiß, Aroma, Sucralose Vitamin B6

Die Nährwerte sind solide – die Zutatenliste zeigt jedoch, dass es sich um ein verarbeitetes Produkt handelt.

Vorteile und Nachteile von More Protein

Vorteile

  • Hoher Proteingehalt (25 g pro Portion) bei niedrigem Kalorienwert
  • Zuckerfrei – geeignet für Low-Carb-Ernährung
  • Große Geschmacksvielfalt (über 20 Sorten)
  • Praktisch für unterwegs und nach dem Training
  • Labortests bestätigen die Nährwertangaben (More Nutrition – Hersteller)

Nachteile

  • Höherer Preis als Drogerie-Eigenmarken (30–45 €/kg)
  • Enthält Süßungsmittel und Aromen – nicht für alle verträglich
  • Lieferengpässe und lange Versandzeiten (Trustpilot – Kundenbewertungsplattform)
  • Starke Vermarktung über Influencer – nicht immer objektiv (Utopia – Verbraucherportal)
  • Keine vollwertige Mahlzeit – fehlende Ballaststoffe und Mikronährstoffe

Die Vorteile liegen in der Bequemlichkeit, die Nachteile im Preis und der Verarbeitung – eine Abwägung für den Käufer.

Was wir sicher wissen – und was nicht

Bestätigte Fakten

  • Der Proteinbedarf steigt bei Sportlern und älteren Menschen (DGE – wissenschaftliche Fachgesellschaft)
  • More Protein liefert 25 g Protein pro Portion bei 0 g Zucker (More Nutrition – Hersteller)
  • Eiweißmangel verursacht messbare Symptome (Cleveland Clinic – medizinisches Forschungszentrum)
  • dm Sportness Eiweiß 90 liefert 25,8 g Protein pro Portion zum niedrigeren Preis (eiweisspulver-test.com – unabhängiges Testportal)

Was unklar bleibt

  • Ob More Protein langfristig gesünder ist als vollwertige Proteinquellen
  • Ob Proteinpulver bei gesunden Nieren negative Spätfolgen haben kann
  • Wie sich die hohe Verarbeitungsstufe auf die Nährstoffverfügbarkeit auswirkt
  • Ob die Preisaufschläge gegenüber Drogerie-Eigenmarken durch bessere Qualität gerechtfertigt sind

Die gesicherten Fakten sind solide, die offenen Fragen betreffen vor allem die Langzeitwirkungen und das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Stimmen aus der Wissenschaft und Praxis

„Die empfohlene Proteinzufuhr für Erwachsene liegt bei 0,8 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag. Sportler und ältere Menschen haben einen erhöhten Bedarf.”

– Deutsche Gesellschaft für Ernährung (wissenschaftliche Fachgesellschaft)

„Zu den häufigsten Anzeichen eines Proteinmangels gehören Müdigkeit, Haarausfall, ein geschwächtes Immunsystem und Wassereinlagerungen.”

– Cleveland Clinic (medizinisches Forschungszentrum)

„More Nutrition-Produkte sind hochverarbeitete Lebensmittel, die neben Proteinen auch Süßungsmittel, Konservierungsstoffe und Aromen enthalten können.”

– Utopia (Verbraucherportal)

„Für den Preis eines Kilos More Protein bekomme ich fast zwei Kilo dm Sportness Eiweiß 90 – bei fast identischem Proteingehalt.”

– eiweisspulver-test.com (unabhängiges Testportal)

Das Paradox

More Nutrition beruft sich auf wissenschaftliche Studien von Experten wie Peter Attia (Utopia – Verbraucherportal) und empfiehlt 2 g Protein pro kg Körpergewicht zur Gewichtsreduktion. Die offizielle DGE-Empfehlung liegt bei 0,8 g – mehr als das Doppelte. Für wen ist welche Zahl richtig? Die Wahrheit liegt im individuellen Bedarf, nicht im Marketingversprechen.

Die Diskrepanz zwischen Herstellerempfehlung und offiziellen Richtwerten fordert den Verbraucher zur eigenen Recherche auf.

Fazit: Was bleibt nach dem Vergleich?

More Protein ist ein praktisches, gut vermarktetes Produkt mit solider Nährwertstruktur – aber kein Wundermittel. Die 25 g Protein pro Portion bei null Zucker sind beeindruckend, doch der Preis und die Verarbeitungsstufe geben Anlass zum Nachfragen. Im direkten Vergleich mit dm Sportness Eiweiß 90 sind die Nährwerte fast identisch, der Preis aber fast doppelt so hoch. Wer auf natürliche Quellen wie Hähnchenbrust, Eier oder Linsen setzt, bekommt nicht nur Protein, sondern auch Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe – ohne Zusatzstoffe. Für den durchschnittlichen deutschen Verbraucher, der ohnehin ausreichend Protein über die normale Ernährung aufnimmt, ist der Kauf von More Protein vor allem eines: eine Frage des Geschmacks und des Budgets. Wer gezielt seine Proteinzufuhr steigern möchte (nach dem Sport, bei Sarkopenie oder auf Reisen), kann zu More Protein greifen – muss aber wissen, dass günstigere Alternativen mit gleicher Leistung im Drogerieregal stehen. Die Entscheidung ist klar: Mehr Protein kaufen? Ja – aber nur, wenn man den Aufpreis bewusst für Convenience und Geschmacksvielfalt zahlen will.

Weitere Quellen

youtube.com, instagram.com

Wer sich für die Proteinpulver von More Nutrition interessiert, findet in unserem Test zum More Protein Iced Coffee eine detaillierte Analyse der Nährwerte und Zubereitung.

Häufig gestellte Fragen

Kann zu viel Protein schädlich sein?

Ja – bei bestehenden Nierenerkrankungen kann eine hohe Proteinzufuhr die Nieren belasten. Für gesunde Menschen gilt eine Zufuhr bis 2,0 g pro kg Körpergewicht als unbedenklich (DGE – wissenschaftliche Fachgesellschaft).

Ist More Protein für Veganer geeignet?

Nein – die meisten More-Protein-Varianten enthalten Molkenprotein und Milcheiweiß. More Nutrition bietet aber auch pflanzliche Alternativen auf Erbsenproteinbasis an (More Nutrition – Hersteller).

Wie nehme ich More Protein richtig ein?

Ein Messlöffel (30 g) wird mit 200–300 ml Wasser oder Milch verrührt – am besten innerhalb von 30 Minuten nach dem Training. Das Pulver eignet sich auch zum Backen von Protein-Pfannkuchen (Utopia – Verbraucherportal).

Was ist der Unterschied zwischen More Protein und Whey-Protein?

More Protein enthält Molkenproteinisolat (Whey) als Hauptkomponente – ist also eine Form von Whey, jedoch mit zusätzlichen Aromen und Süßungsmitteln. Reines Whey-Isolat hat meist weniger Zusätze.

Lohnt sich der Kauf von More Protein bei dm?

More Protein ist regulär nicht bei dm erhältlich – nur im Online-Shop von More Nutrition. Bei dm findet man die günstigere Alternative Sportness Eiweiß 90 mit vergleichbaren Nährwerten (eiweisspulver-test.com – unabhängiges Testportal).

Wie lange ist More Protein haltbar?

Die Haltbarkeit beträgt nach Herstellerangaben mindestens 12 Monate ab Herstellungsdatum – bei kühler und trockener Lagerung. Geöffnete Packungen sollten innerhalb von 3 Monaten verbraucht werden (More Nutrition – Hersteller).

Enthält More Protein künstliche Süßstoffe?

Ja – in den meisten Sorten wird Sucralose verwendet. Das Unternehmen gibt an, dass Sucralose in der praktischen Verwendung kein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko darstelle (Utopia – Verbraucherportal).

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