Wer einmal ein Steak in der Pfanne mit echtem Butteraroma zubereitet hat, fragt sich, warum normales Bratfett diesen Geschmack nicht hinbekommt. Butterschmalz – auch Bratbutter oder Ghee in anderen Kulturen bekannt – macht genau diesen Unterschied. Die geklärte Butter verbindet die Hitzebeständigkeit raffinierter Öle mit dem vollen Buttergeschmack, den kein Rapsöl liefern kann. Dieser Ratgeber erklärt, was dahintersteckt, wie sich Butterschmalz von Butter unterscheidet und für wen er sich besonders lohnt.

Rauchpunkt: bis 205 °C · Herkunft: geklärte Butter · Verwendung: Braten, Frittieren, Backen · Wassergehalt: gering · Zusatzstoffe: keine

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Langzeitstudien zum Gesundheitsvergleich mit Ölen beim Braten fehlen
  • Exakte Nährwertunterschiede je nach Herstellungsverfahren variieren
  • Aktuelle Preisvergleiche zwischen Discountern nicht verfügbar
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht
  • Schritt-für-Schritt-Anleitung zum selber Machen weiter unten
  • Vergleichstabelle zeigt Rauchpunkte aller gängigen Fette
  • Kaufempfehlungen für den deutschen Handel

Diese Übersichtstabelle fasst die wichtigsten Eckdaten zu Butterschmalz zusammen:

Merkmal Wert Quelle
Definition Geklärte Butter Kochgourmet
Rauchpunkt 205 °C DasKochrezept.de
Typische Verwendung Braten und Frittieren Initiative Tierwohl
Haltbarkeit Monatelang bei Raumtemperatur Butaris

Was ist der Unterschied von Butter und Butterschmalz?

Auf den ersten Blick sieht beides gleich aus – goldgelbe Butter in der Packung, goldgelbes Butterschmalz im Glas. Doch die Gemeinsamkeiten enden schnell. Butter besteht laut EU-Verordnung aus mindestens 80 % Milchfett, enthält aber auch Wasser und Milcheiweiß. Das macht sie beim Erhitzen empfindlich: Schon bei etwa 175 °C beginnt das Anbrennen, weil das Wasser verdampft und das Eiweiß verbrennt (Kochgourmet).

Butterschmalz entsteht durch einen Klärungsprozess: Erhitzen und schonendes Abschöpfen. Dabei verdampft das Wasser, Milcheiweiß und Milchzucker setzen sich ab und werden abgetrennt. Was übrig bleibt, ist reines Butterfett mit einem Fettgehalt von 99,8 % (Lebensmittel-Forum). Kein Wasser bedeutet: kein Anbrennen durch Wasserverdampfung.

Zusammensetzung

Butterschmalz besteht aus fast reinem Milchfett. Die Klärung entfernt den Großteil der Bestandteile, die beim Erhitzen Probleme verursachen. Butter behält Wasser und Eiweiß – genau die Zutaten, die beim Braten verbrennen.

Herstellungsprozess

Butter wird gemolken, zentrifugiert und verpackt. Butterschmalz erfordert einen zusätzlichen Schritt: Erhitzen auf etwa 80–100 °C, warten bis der Schaum sich setzt, und das klare Fett vorsichtig abheben. In der Schweiz nennt man das Ergebnis „Bratbutter” (Schweizer Fleisch).

Warum das relevant ist

Butter mit 80 % Fett enthält noch 16 % Wasser und 4 % Eiweiß. Butterschmalz eliminiert diese 20 % – und damit den Hauptgrund für das Anbrennen.

Haltbarkeit

Butterschmalz ist wochen- bis monatelang bei Raumtemperatur haltbar. Der Grund: Ohne Wasser gibt es nichts, worin Bakterien wachsen könnten. Butter hingegen gehört in den Kühlschrank.

Der wesentliche Unterschied liegt also in der molekularen Struktur. Wer versteht, warum Butter bei 175 °C verbrennt, versteht auch, warum Butterschmalz bei 205 °C noch stabil bleibt.

Ist Butterschmalz gesund oder ungesund?

Die Frage nach der Gesundheit führt sofort in eine Nuance: Es kommt darauf an, womit man vergleicht. Butterschmalz enthält fast ausschließlich gesättigte Fettsäuren – und die stehen seit Jahren in der Diskussion. Allerdings bietet er auch klare Vorteile: keine Zusatzstoffe, keine Konservierungsstoffe, laktosefrei nach der Klärung.

Olivenöl extra vergine gilt als gesünder, weil es mehr ungesättigte Fettsäuren enthält und bei niedrigeren Temperaturen weniger oxidiert. Die Initiative Tierwohl listet 160 °C als Rauchpunkt für natives Olivenöl – deutlich unter dem von Butterschmalz (Initiative Tierwohl). Bei dieser Temperatur beginnen jedoch bereits Oxidationsprozesse, die problematisch sein können.

Nährwerte

Butterschmalz besteht zu 99,8 % aus Butterfett. Das bedeutet: keine Laktose, kein Milcheiweiß – und damit auch keine Probleme für Menschen mit Milchunverträglichkeit. Die Nährwertbilanz ist jedoch typisch für ein gesättigtes Fett: hoher Kaloriengehalt, vor allem gesättigte Fettsäuren.

Vergleich mit Butter

Gegenüber Butter hat Butterschmalz den Vorteil der Laktosefreiheit. Wer empfindlich auf Milchzucker reagiert, verträgt Butterschmalz problemlos. Geschmacklich bleibt das Butteraroma erhalten – für viele Gerichte ein entscheidender Vorteil gegenüber Pflanzenölen.

Expertenmeinungen

Das Lebensmittel-Forum fasst die Diskussion zusammen: Olivenöl gilt als gesünder wegen geringerer gesättigter Fettsäuren. Butterschmalz punktet mit besserer Hitzebeständigkeit und besserem Geschmack bei hohen Temperaturen (Lebensmittel-Forum). Eine eindeutige Antwort auf „gesünder oder ungesünder” gibt es nicht – es hängt vom Verwendungszweck ab.

Der Kompromiss im Alltag

Wer bei niedrigen Temperaturen dünstet, profitiert von Olivenöl. Wer bei 200 °C scharf anbrät, sollte zu Butterschmalz greifen – trotz des höheren Anteils gesättigter Fette.

Welche Vorteile hat Butterschmalz?

Butterschmalz verbindet gewissermaßen die Vorteile von Butter und Öl: Hitzebeständigkeit wie raffinierte Öle, Geschmack wie Butter. Das ist kein Marketing-Gag, sondern physikalische Logik. Ohne Wasser gibt es kein Anbrennen durch Wasserverdampfung, ohne Milcheiweiß kein Verbrennen von Proteinen.

Geschmack

Der größte Vorteil liegt auf der Zunge: Butterschmalz liefert das volle Butteraroma, das raffinierte Öle wie Rapsöl oder Erdnussöl nicht bieten können. Wikipedia listet Erdnussöl raffiniert bei 230 °C Rauchpunkt – aber ohne jeden Geschmack (Wikipedia). Wer das Aroma von Butter will, kommt um Butterschmalz nicht herum.

Hitzebeständigkeit

Der Rauchpunkt von 200–210 °C macht Butterschmalz zum idealen Fett für scharfes Anbraten. Die Initiative Tierwohl bestätigt: Über 200 °C eignet sich Fett gut zum scharfen Anbraten oder Frittieren (Initiative Tierwohl). Kokosöl erreicht ähnliche Werte mit ca. 200 °C – aber ohne das charakteristische Butteraroma.

Lagerung

Butterschmalz ist monatelang bei Raumtemperatur haltbar. Das macht ihn zum praktischen Küchenbegleiter: Kein Kühlschrank nötig, kein Antrocknen, kein Ranzigwerden. Für Vielköche, die nicht jeden Tag zum Herd greifen, ein entscheidender Vorteil gegenüber Butter.

„Das Butterschmalz ist hitzebeständiger und brennt im Gegensatz zur Butter selbst bei Temperaturen bis zu 205 Grad nicht an.”

— DasKochrezept.de (Kochportal)

Für was nimmt man Butterschmalz?

Die Einsatzgebiete von Butterschmalz sind eng mit seinem Rauchpunkt verknüpft. Bei 200–210 °C funktioniert er für alles, was normale Butter nicht mehr schafft. Die Klärung macht ihn zum universellen Hochtemperatur-Fett mit Butternote.

Zum Braten

Steaks, Schnitzel, Bratkartoffeln – hier zeigt Butterschmalz seine Stärke. Die Initiative Tierwohl empfiehlt ihn als Grill- und Fritierfett (Initiative Tierwohl). Das buttrige Finish, das ein Steak beim Servieren bekommt, gelingt mit keinem Öl so gut.

Frittieren

Frittieren erfordert konstante hohe Temperaturen. Butterschmalz hält diese aus – bis zu 205 °C ohne Qualitätsverlust. Das Ergebnis: krosse Pommes, goldgelbe Kroketten, hausgemachte Krapfen mit echtem Buttergeschmack. Raffinierte Öle schaffen zwar ähnliche Temperaturen, bleiben aber geschmacklich neutral.

Backen

Im Backofen eignet sich Butterschmalz besonders für Gebäck, das hohe Temperaturen braucht: Plätzchen, Blätterteig, bestimmte Brotsorten. Die Butternote intensiviert sich, die Textur wird besonders mürbe. Der Ludwig empfiehlt ihn speziell für Fleischgerichte und gehobene Backwaren (Der Ludwig).

Fazit: Butterschmalz ist kein Alleskönner für niedrige Temperaturen, sondern ein Spezialist für hohe Hitze mit Geschmack. Wer bei 180 °C oder darunter arbeitet, greift besser zu raffiniertem Rapsöl.

Was ist besser zum Braten, Öl oder Butterschmalz?

Die Entscheidung hängt von drei Faktoren ab: gewünschte Temperatur, gewünschter Geschmack, Gesundheitsüberlegungen. Jedes Fett hat seinen optimalen Einsatzbereich – und die Überschneidungen sind geringer, als man denkt.

Vergleich mit Olivenöl

Olivenöl extra vergine hat einen Rauchpunkt von nur ca. 160 °C (Initiative Tierwohl). Das macht es ungeeignet für scharfes Braten. Wer auf Olivenöl besteht, sollte es nur zum Dünsten oder für kalte Speisen verwenden. Raffiniertes Olivenöl erreicht immerhin 220 °C – verliert dabei aber die Polyphenole, die den Gesundheitsvorteil ausmachen (Schweizer Fleisch).

Rauchpunkt-Vergleiche

Diese Übersicht zeigt die Rauchpunkte der gängigsten Fette und Öle im direkten Vergleich:

Fett/Öl Rauchpunkt Eignung
Butterschmalz 200–210 °C Optimal für scharfes Braten
Butter ca. 175 °C Begrenzt geeignet
Olivenöl extra vergine ca. 160 °C Nur für niedrige Hitze
Kokosöl ca. 200 °C Gut für scharfes Braten
Rapsöl raffiniert 204–210 °C Gut für scharfes Braten
Erdnussöl raffiniert 230 °C Optimal für Frittieren
Distelöl raffiniert 210 °C Gut für Frittieren

Die Tabelle zeigt: Butterschmalz liegt im Mittelfeld der hitzebeständigen Fette. Erdnussöl und raffiniertes Distelöl schaffen höhere Temperaturen, native Öle bleiben deutlich darunter. Der entscheidende Unterschied ist der Geschmack.

Geschmacksvorteile

Raffinierte Öle wie Rapsöl oder Erdnussöl haben neutralen Geschmack. Butterschmalz liefert intensive Butternote – ein Vorteil für Gerichte, die davon profitieren: Schnitzel, Steaks, Kartoffelgerichte, bestimmte Gebäcksorten. Wer das Aroma nicht will, greift trotzdem besser zu raffiniertem Rapsöl, das ähnliche Temperaturen erreicht.

„Butterschmalz verbindet gewissermaßen die Vorteile von Butter und Öl.”

— Kochgourmet (Kochmagazin)

Butterschmalz selber machen: Schritt für Schritt

Butterschmalz selber zu machen ist einfacher, als die meisten denken. Der Prozess dauert etwa 30 Minuten und liefert etwa 200–250 g reinen Butterschmalz aus 250 g Butter. Der Rest – Milcheiweiß und Wasser – wird verworfen.

Zutaten und Werkzeug

  • 250 g Butter (am besten Bio-Qualität)
  • Topf mit dickem Boden
  • Feinmaschiges Sieb oder Mulltuch
  • Schüssel für das klare Fett
  • Weckglas oder ähnliches Gefäß zur Aufbewahrung

Anleitung

  1. Butter schmelzen: Butter bei mittlerer Hitze in den Topf geben und langsam schmelzen lassen. Nicht rühren – nur beobachten.
  2. Schaumbildung abwarten: Die Butter beginnt zu schäumen, wenn Wasser verdampft. Weißer Schaum setzt sich an die Oberfläche.
  3. Schaum abschöpfen: Mit einer Kelle den weißen Schaum vorsichtig entfernen. Darunter liegt die klare, goldgelbe Flüssigkeit.
  4. Weiter erhitzen: Die Temperatur steigt weiter. Beobachten: Die Butte wird zunächst weißlich-trüb, dann klar und bernsteingolden.
  5. Eiweiß absinken lassen: Wenn die Butter klar ist und der Bodensatz (der Milchrest) sich am Topfboden sammelt, ist der Moment gekommen.
  6. Abseihen: Das klare Fett durch ein feinmaschiges Sieb oder Mulltuch in eine Schüssel gießen. Der Bodensatz bleibt zurück.
  7. Abkühlen und abfüllen: Den Butterschmalz abkühlen lassen und in ein sauberes, trockenes Gefäß füllen.
Der Trick

Die entscheidende Phase liegt zwischen dem Verschwinden des Schaums und dem Braunwerden des Bodensatzes. Wer zu früh abseiht, bekommt trüben Butterschmalz. Wer zu spät kommt, riecht den Unterschied – und schmeckt verbrannte Noten.

Ertrag und Lagerung

Aus 250 g Butter werden etwa 200–220 g Butterschmalz – der Rest ist verdunstetes Wasser und abgeschöpfter Eiweißschaum. Der Ertrag liegt bei 80–88 %. Der so gewonnene Butterschmalz hält sich bei Raumtemperatur mehrere Wochen, im Kühlschrank monatelang.

Vorteile

  • Voller Buttergeschmack bei 200+ °C
  • Laktosefrei nach der Klärung
  • Monatelange Lagerung ohne Kühlschrank
  • Keine Zusatzstoffe oder Konservierungsstoffe
  • Günstiger als fertig kaufen
  • Einfacher Prozess in 30 Minuten

Nachteile

  • 20–25 % Verlust durch Klärung
  • Erfordert Zeit und Aufmerksamkeit
  • Geruchsbelastung beim Erhitzen
  • Milcheiweiß-Reste möglich bei Unverträglichkeit
  • Nicht für kleine Mengen wirtschaftlich

Butterschmalz kaufen: Wo und wie?

Für alle, die Butterschmalz lieber fertig kaufen, gibt es verschiedene Bezugsquellen. Supermärkte, Drogerien, Bioshops und Online-Händler führen das Produkt – oft unter der Bezeichnung „geklärte Butter” oder mit Markennamen wie Butaris.

Bezugsquellen im Überblick

Die folgende Tabelle zeigt, wo Verbraucher in Deutschland Butterschmalz finden:

Händler Typische Produkte Hinweis
Supermärkte (REWE, Edeka) Eigenmarken, Butaris Meist im Glas oder Plastikbeutel
Discounter (Aldi, Lidl, Netto) Aktionsware, Eigenmarken Nicht immer ganzjährig verfügbar
Bioläden und Bioshops Bio-zertifizierte Produkte Meist in Glas- oder Blechgebinden
Online-Händler (Amazon) Diverse Marken und Größen Meist größere Gebinde

Butaris, eine der bekanntesten Marken in Deutschland, bietet Butterschmalz als Frittierfett an. Der Hersteller bestätigt: Der Rauchpunkt liegt bei ca. 205 °C, ideal für Frittieren und scharfes Braten (Butaris). Die Produkte sind in den meisten Supermärkten in der Backabteilung oder bei den Ölen zu finden.

Worauf achten beim Kauf

  • Zutatenliste prüfen: Reiner Butterschmalz enthält nur Butter oder „Butterschmalz”. Keine zusätzlichen Öle oder Aromen.
  • Gebindegröße: Für Vielverwender lohnen sich größere Gebinde. Für Gelegenheitsnutzer reichen 200–250 g.
  • Preis pro 100 g: Butterschmalz ist teurer als Butter, weil der Klärungsprozess Aufwand bedeutet. Der Vergleich lohnt sich.
  • Lagerungshinweise: Manche Produkte empfehlen Kühlschranklagerung. Das verlängert die Haltbarkeit, ist aber bei reinem Fett nicht zwingend nötig.

Regional: Bratbutter in der Schweiz

In der Schweiz wird Butterschmalz traditionell „Bratbutter” genannt. Die Zusammensetzung entspricht dem deutschen Butterschmalz: Rauchpunkt ca. 200 °C, durch Klärung auf 90 °C erhitzbar und laktosefrei (Schweizer Fleisch). Wer in grenznahen Regionen einkauft, findet beide Bezeichnungen – inhaltlich identisch.

Der Markt in Deutschland bietet eine solide Auswahl. Von Discountern bis Bioshops – Butterschmalz ist kein Nischenprodukt mehr. Die Initiative Tierwohl bestätigt: Er eignet sich als Grill- und Fritierfett, die Nachfrage steigt (Initiative Tierwohl).

Butterschmalz und Ghee: Gibt es Unterschiede?

Butterschmalz und Ghee stammen aus derselben Familie – beide entstehen durch Klärung von Butter. Doch zwischen dem deutschen Bratfett und der indisch-arabischen Tradition gibt es Nuancen. Ghee wird traditionell länger gekocht, bis das Milcheiweiß leicht bräunt und Karamellnoten entstehen. Deutsche Hersteller halten sich enger an den Schmelzprozess ohne Bräunung.

Bertolli Olivenöl beschreibt die Unterscheide: Ghee ist traditionell stabiler und enthält minimal weniger Restfeuchte. Für die deutsche Küche ist Butterschmalz die gängigere Bezeichnung – im Supermarkt, im Rezept, in der Küche (Bertolli Olivenöl).

Wer Ghee in einem deutschen Rezept findet, kann Butterschmalz eins zu eins verwenden – geschmacklich und funktional. Der Rauchpunkt liegt bei beiden um 200 °C, die Einsatzgebiete sind identisch.

Butterschmalz richtig lagern

Butterschmalz ist pflegeleicht. Ohne Wasser gibt es nichts, worin Mikroorganismen wachsen könnten. Die Haltbarkeit bei Raumtemperatur liegt bei mehreren Wochen, im Kühlschrank bei mehreren Monaten. Für die Küche bedeutet das: Butterschmalz gehört nicht zwingend in den Kühlschrank, sondern kann neben dem Herd stehen – griffbereit für das nächste Steak.

Licht und Sauerstoff sind die Feinde: Dunkle Flaschen oder lichtgeschützte Gebinde verlängern die Haltbarkeit. Butterschmalz kann ranzig werden, wenn er lange offen steht – aber das dauert bei sachgemäßer Lagerung mehrere Monate.

Praktischer Tipp

Butterschmalz in kleinen Portionen lagern: Ein Glas für den täglichen Gebrauch, ein zweites im Vorratsschrank. So bleibt der Inhalt im aktiven Glas frisch, während das Reserveglas mehrere Monate hält.

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Weitere Quellen

youtube.com

Da Butterschmalz aus Butter hergestellt wird, sind Tipps zum Einfrieren von Butter praktisch, um größere Mengen vorzubereiten und länger haltbar zu halten.

Häufig gestellte Fragen

Wie macht man Butterschmalz selber?

Butter langsam in einem Topf mit dickem Boden schmelzen. Den weißen Schaum abschöpfen, bis die Butter klar und bernsteingolden ist. Das klare Fett durch ein feinmaschiges Sieb abseihen. Der Bodensatz wird verworfen. Der Vorgang dauert etwa 30 Minuten.

Wo kann man Butterschmalz kaufen?

Butterschmalz ist in den meisten Supermärkten erhältlich: REWE, Edeka, Aldi, Lidl, Netto. Er findet sich meist in der Backabteilung oder bei den Speiseölen. Auch Bioshops und Drogerien führen das Produkt.

Wie heißt Butterschmalz auf Englisch?

Im Englischen wird Butterschmalz als „clarified butter” bezeichnet. Die indisch-arabische Variante heißt „ghee”, die schweizerische „bratbutter”.

Was kostet Butterschmalz?

Butterschmalz kostet etwa 8–12 € pro Kilogramm. Fertig gekauft ist er teurer als Butter (etwa 3–5 € pro Kilogramm), weil der Klärungsprozess zusätzlichen Aufwand bedeutet. Wer regelmäßig brät, spart mit selbstgemachtem Butterschmalz.

Gibt es Butterschmalz bei Aldi?

Aldi führt regelmäßig Aktionsware mit Butterschmalz. Eine dauerhafte Listung ist nicht garantiert. Wer gezielt sucht, findet das Produkt in der Backabteilung oder bei den Speiseölen – meist zu besonders günstigen Aktionspreisen.

Wie oft darf man Butterschmalz verwenden?

Es gibt keine festgelegte Begrenzung. Butterschmalz ist ein reines Naturprodukt ohne Zusatzstoffe. Wie bei jedem Fett gilt: Die Menge macht das Gift. Wer täglich große Mengen verwendet, sollte die Kalorienzufuhr im Auge behalten.

Was ist das gesündeste Fett zum Braten?

Die Antwort hängt von der Brattemperatur ab. Für scharfes Braten bei 200 °C+ ist Butterschmalz ideal, weil er bei dieser Temperatur nicht verbrennt und kein Wasser enthält. Für niedrigere Temperaturen eignen sich raffinierte Öle wie Rapsöl besser. Natives Olivenöl ist nur für Dünsten unter 160 °C geeignet.

Ist Butterschmalz laktosefrei?

Ja. Durch die Klärung werden Milcheiweiß und Milchzucker (Laktose) entfernt. Wer unter Laktoseintoleranz leidet, verträgt Butterschmalz in der Regel problemlos.