Jahrelang prägten die schlichten, weißen Dosen von Foodspring das Bild in deutschen Fitnessstudios. Doch die Erfolgsgeschichte der Berliner Proteinmarke endete im Frühjahr 2025 abrupt, als der Mutterkonzern Mars Inc. die Schließung des einstigen Vorzeige-Startups bekannt gab – dieser Überblick zeigt, wie es zu dieser Entscheidung kam, welche Rolle der US-Konzern dabei spielte und welche Marken die Lücke nun füllen.

Gründungsjahr: 2013 · Übernahme durch Mars: 2020 · Einstellung angekündigt: 2025 · Bekannteste Produkte: Whey Protein, Shape Shake

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht

Fünf Punkte fassen zusammen, wo die Berliner Marke stand und warum sie unter dem Dach von Mars keine Zukunft hatte:

Merkmal Details
Gründungsjahr 2013
Übernahmejahr 2020
Einstellung 2025 (foodspring Presse)
Hauptsitz Berlin, Deutschland
Eigentümer Mars, Incorporated
Umsatzrückgang 2023 ca. 25 Prozent (WirtschaftsWoche (Wirtschaftsmagazin))
Werbeausgaben vor Schließung gestiegen bei sinkenden Bestellungen (Kleine Zeitung (Tageszeitung))

Die Bilanz: Foodspring verlor nach der Übernahme durch Mars kontinuierlich an Boden. Steigende Werbeinvestitionen konnten den Rückgang der Kundenbestellungen nicht stoppen – ein Muster, das in der hart umkämpften Sportnahrungsbranche selten gut ausgeht.

Warum hört Foodspring auf?

Die einfache Antwort: Mars hat den Stecker gezogen. Die komplexere Antwort zeigt ein Zusammenspiel aus Konzernstrategie und Marktdruck.

Strategische Neuausrichtung von Mars

Nachfrageverschiebung im Fitnessmarkt

  • Der Markt für Proteinpulver und Fitnessnahrung ist in den letzten Jahren drastisch gewachsen – und umkämpfter denn je. Eigenmarken von Discountern, aggressive Preiskämpfe und neue Player drücken die Margen massiv.
  • Die Kleine Zeitung (österreichische Tageszeitung) bestätigte, dass die Werbeausgaben von Foodspring zuletzt stiegen, während die Bestellungen zurückgingen – ein klares Zeichen für nachlassende Rendite.
Der Widerspruch

Mars kaufte Foodspring, um vom Fitness-Boom zu profitieren – und scheiterte an der eigenen Erwartungshaltung. Eine kleine, agile Marke ließ sich nicht einfach in einen globalen Nahrungsmittelkonzern pressen, ohne an Seele und Kundenbindung zu verlieren.

Das Fazit zur Frage „Warum hört Foodspring auf?“: Es war keine spontane Entscheidung, sondern das Ergebnis einer strategischen Portfoliobereinigung. Foodspring konnte die Umsatzerwartungen von Mars nicht erfüllen. In einem Umfeld, in dem ESN und Bulk die Regale dominieren, hatte das Berliner Startup schlichtweg das Nachsehen.

Fazit: Mars hat Foodspring nicht wegen schlechter Produkte eingestellt, sondern wegen unerfüllter Wachstumsziele in einem hart umkämpften Markt. Die Premium-Strategie der Berliner Marke ließ sich unter dem Dach eines globalen Massenproduzenten nicht mehr rentabel betreiben.

Die Konsequenz: Eine einst vielversprechende Marke verschwindet vom Markt, weil die Konzernmutter keine rentable Zukunft mehr sah.

Was ist mit Foodspring passiert?

Die Chronologie der Marke ist eine klassische Startup-Story: rasanter Aufstieg, milliardenschwere Übernahme – und das abrupte Ende nur sechs Jahre später.

Gründung und Aufstieg

  • 2013: Foodspring wird in Berlin von Tobias Schüle und Kurt Lanthaler gegründet (Wikipedia (Online-Enzyklopädie)). Die Idee: hochwertige Fitnessnahrung mit clean label, direkt an den Endkunden verkauft.
  • Bis 2019 wächst die Marke rasant, erobert den DACH-Raum und wird zum Liebling der Fitness-Szene.

Übernahme durch Mars

  • 2020: Mars, der US-amerikanische Lebensmittelriese, übernimmt Foodspring über seine Sparte Mars Edge. Der Kaufpreis: Medienberichten zufolge mehr als 250 Millionen Euro (Business Insider (Startup- und Finanzportal), Retail-News (Handelsfachmedium)).
  • Ziel war es, die Marke international auszurollen und Synergien mit anderen Mars-Marken zu schaffen.

Einstellung der Marke

  • März 2025: Die Ankündigung kommt überraschend. Foodspring teilt auf seiner Website mit, dass alle kundenbezogenen Aktivitäten bis zum eingestellt werden (foodspring Presse (Unternehmensmitteilung), just-food (Branchenportal)).
  • Bis dahin können Kunden noch Bestellungen aufgeben (Tagesspiegel (Berliner Tageszeitung)).

Was diese Chronologie zeigt: Der Lebenszyklus von Foodspring ist ein Lehrbuchbeispiel für die Risiken von Startup-Übernahmen durch Konzerne. Die Agilität des Startups ging im Verwaltungsapparat von Mars verloren, während die Marktanteile an hungrigere Wettbewerber abgegeben wurden.

Fazit: Der Lebenszyklus von Foodspring ist ein Paradebeispiel für die Risiken von Startup-Übernahmen. Die Agilität des Gründers ging im Konzernapparat verloren, während die Marktanteile an hungrigere Konkurrenten abgegeben wurden.

Die Entwicklung zeigt: Was 2013 als vielversprechendes Startup begann, endete 2025 als gescheiterte Akquisition eines globalen Konzerns.

Wer hat Foodspring übernommen?

Die Übernahme durch Mars im Jahr 2020 galt als einer der größten Exits eines deutschen Food-Startups – und endete nur fünf Jahre später in der Abwicklung.

Mars Incorporated als Käufer

  • Mars Incorporated ist einer der größten Lebensmittelkonzerne der Welt mit einem Jahresumsatz von über 40 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen mit Hauptsitz in McLean, Virginia (USA), ist vor allem für seine Süßwaren- und Tiernahrungsmarken bekannt.
  • Mit der Sparte Mars Edge wollte der Konzern in den Markt für funktionelle Lebensmittel und Ernährung einsteigen. Foodspring war der erste große Zukauf in diesem Segment.

Details zur Übernahme

  • Business Insider (Startup- und Finanzportal) bezifferte den Kaufpreis auf „mehr als 250 Millionen Euro“. Eine offizielle Bestätigung des genauen Betrags gab es nie.
  • Die Übernahme sollte Foodspring zum Rückgrat der Mars-Edge-Strategie in Europa machen.

Das Paradoxe: Mars zahlte einen hohen Preis für eine Marke, die auf maximalen Kundenkontakt und Premium-Anspruch setzte. Als der Markt sich drehte und die Umsätze einbrachen, wurde aus dem Prestigeobjekt ein Sanierungsfall.

Kann man Foodspring noch kaufen?

Viele Fans der Marke fragen sich, ob sie ihre Lieblingsprodukte noch einmal bekommen können. Die Antwort ist: Ja, aber nur kurz.

Restbestände im Handel

Online-Shop und Marktplätze

  • Der offizielle Shop von Foodspring ist noch aktiv, aber es werden keine neuen Produkte mehr aufgelegt. Wer sein Whey Protein oder den Shape Shake noch einmal ergattern will, sollte sich beeilen.
  • Nach dem wird es keine Möglichkeit mehr geben, Foodspring-Produkte neu zu erwerben. Der Kundenservice wird komplett eingestellt.
Was zu beachten ist

Wer Restbestände kauft, sollte auf das Mindesthaltbarkeitsdatum achten. Proteinpulver ist meist 12 bis 24 Monate haltbar – wer jetzt zuschlägt, hat also noch eine Weile Vorrat. Allerdings entfällt der Marken-Support nach der Schließung.

Die Lektion: Der Marken-Tod von Foodspring zeigt, wie schnell eine vermeintlich etablierte Marke vom Markt verschwinden kann. Für Verbraucher heißt das: Produkte von Drittanbietern genau prüfen und auf vertrauenswürdige Quellen setzen.

Was ist eine gute Alternative zu Foodspring?

Der Markt für Sportnahrung im DACH-Raum ist breit. Drei Marken stechen als naheliegende Nachfolger hervor – mit entscheidenden Unterschieden in Preis und Philosophie.

Sponser – Premium aus der Schweiz

  • Sponser Europe GmbH positioniert sich als wissenschaftlich fundierte Sportnahrungsmarke mit Fokus auf Leistungssportler. Die Produktlinie umfasst Proteine, Riegel und Wettkampf-Gels.
  • Für ehemalige Foodspring-Kunden, die Wert auf clean label und nachvollziehbare Inhaltsstoffe legen, gilt Sponser als die naheliegendste Alternative im Premium-Segment.

ESN – die deutsche Größe

  • European Sports Nutrition (ESN) ist der dominierende Hersteller im deutschsprachigen Raum. Mit einer riesigen Produktpalette und einer starken Social-Media-Präsenz hat ESN die Position von Foodspring längst übernommen.
  • Besonders beliebt: ESN Designer Whey Protein und ESN Flavor Powder.

Weitere Alternativen im Vergleich

  • Wer das beste Preis-Leistungs-Verhältnis sucht, landet bei Bulk (ehemals Bulk Powders) oder Myprotein. Diese Marken bieten regelmäßig hohe Rabatte und eine riesige Auswahl an Geschmacksrichtungen.
  • Wer auf Nachhaltigkeit achtet, könnte bei Marken wie More Nutrition oder Nu3 fündig werden.
Fazit: Für Fitnessbegeisterte gibt es keinen Grund zur Sorge: ESN und Sponser füllen die Premium-Lücke, Bulk und Myprotein bedienen das Preissegment. Foodsprings Abgang ist ein Verlust für Nostalgiker, aber kein Blackout für den Markt.

Vier Marken, ein Anspruch – wo Gemeinsamkeiten und Unterschiede liegen:

Marke Gegründet Produktpalette Preisniveau Besonderheit
Foodspring 2013 (eingestellt 2025, foodspring Presse) Proteine, Snacks, Supplements Premium Clean Label, D2C-Pionier, jetzt Auslauf
ESN 2014 Sehr breit (Proteine, Creatin, Snacks) Mittel bis Premium Größter deutscher Sports-Nutrition-Hersteller, starke Community
Sponser 1995 Sportnahrung (Proteine, Riegel, Gels) Premium Schweizer Qualität, wissenschaftlich fundiert
Bulk 2000 Sehr breit (Proteine, Vitamine, Kleidung) Günstig bis Mittel EU-weit führend im Online-Vertrieb, aggressives Preismodell

Der entscheidende Unterschied: ESN und Sponser setzen auf ähnliche Premium-Qualität wie Foodspring, Bulk hingegen konkurriert über den Preis. Wer den Foodspring-Stil sucht, wird bei ESN oder Sponser fündig – wer den günstigsten Preis sucht, bei Bulk oder Myprotein.

Zeitleisten-Signal: Die wichtigsten Stationen einer Marke, die ein Jahrzehnt lang die Fitnesswelt im DACH-Raum prägte.
  • : Gründung von Foodspring in Berlin (Wikipedia (Online-Enzyklopädie))
  • : Aufbau der Marke und Expansion im DACH-Raum (Wikipedia (Online-Enzyklopädie))
  • : Übernahme durch Mars Incorporated (Business Insider (Startup- und Finanzportal))
  • : Mars stellt Foodspring ein, letzter Bestelltag ist der (foodspring Presse (Unternehmensmitteilung))

Was wir sicher wissen – und was nicht

Bestätigte Fakten

  • Foodspring wird zum 30. Juni 2025 eingestellt (foodspring Presse (Unternehmensmitteilung))
  • Mars Incorporated hat die Entscheidung getroffen (Business Insider (Startup- und Finanzportal))
  • Es werden keine neuen Produkte mehr entwickelt oder aufgelegt (just-food (Branchenportal))

Was unklar bleibt

  • Die genauen Gründe der Schließung – eine ausführliche Stellungnahme von Mars steht noch aus
  • Ob Rezeptur- und Serviceänderungen in den letzten Jahren zur Kundenabwanderung beigetragen haben (Retail-News (Handelsfachmedium))
  • Wie lange die vorhandenen Restbestände im Handel tatsächlich reichen werden
  • Ob die Marke ohne das Konzern-Dach von Mars eine Überlebenschance gehabt hätte

Die Unsicherheiten zeigen: Der Fall Foodspring ist nicht nur eine betriebswirtschaftliche Entscheidung, sondern auch eine Kommunikationslücke des Mutterkonzerns. Transparenz sieht anders aus – und das hinterlässt bei vielen treuen Kunden einen bitteren Nachgeschmack.

„Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, nach reiflicher Überlegung haben wir uns aufgrund der vielfältigen Veränderungen in unserem dynamischen Marktumfeld zu diesem Schritt entschlossen.“

– Christian Bubenheim, CEO von Foodspring, zitiert von der WirtschaftsWoche (führendes deutsches Wirtschaftsmagazin)

„Die Entscheidung, unsere kundenbezogenen Aktivitäten einzustellen, ist uns aufgrund der herausfordernden Marktbedingungen nicht leichtgefallen. Wir danken unseren Kunden für die langjährige Treue.“

– Auszug aus der offiziellen Mitteilung von foodspring (Unternehmensmitteilung)

Das Ende einer Ära – und ein Neuanfang für die Fitness-Community

Der Fall Foodspring zeigt, wie schnell eine Marke, die jahrelang als Branchenvorbild galt, vom Markt verschwinden kann – nicht weil sie schlechte Produkte hatte, sondern weil die Konzernmutter andere Prioritäten setzte. Für Fitnessbegeisterte im DACH-Raum, die bislang auf die Berliner Marke vertrauten, ist der Weg klar: Der Griff zu Premium-Alternativen wie ESN oder Sponser ist der sicherste Weg, um die gewohnte Qualität zu halten. Wer bereit ist, Abstriche zu machen, findet bei Bulk oder Myprotein günstigere Optionen. Fest steht: Die weißen Dosen sind bald Geschichte, aber der Markt für gute Fitnessnahrung ist lebendiger denn je.

Wer sich für die Hintergründe des Markenendes interessiert, findet in den Foodspring-Tests und Bewertungen eine detaillierte Analyse der Produktqualität.

Häufig gestellte Fragen

Wo kann ich Foodspring noch kaufen?

Restbestände sind über den offiziellen Shop sowie bei dm und Amazon erhältlich, solange der Vorrat reicht. Der letzte Bestelltag ist der (just-food).

Ist Foodspring nachhaltig produziert?

Foodspring warb mit clean label und nachhaltigen Verpackungen. Ob die Produktion tatsächlich umweltfreundlicher war als die der Konkurrenz, ist mangels unabhängiger Zertifikate schwer zu überprüfen.

Was waren die beliebtesten Produkte von Foodspring?

Das Whey Protein, der Shape Shake und die Protein-Riegel gehörten zu den Bestsellern der Marke.

Wie lange sind die Restbestände haltbar?

Proteinpulver ist in der Regel 12 bis 24 Monate haltbar. Achten Sie auf das aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Verpackung.

Gibt es Foodspring im Einzelhandel wie dm oder Rossmann?

Ja, Foodspring war bei dm gelistet und wird dort noch bis zum Ausverkauf angeboten (Tagesspiegel). Rossmann führte die Marke nicht im Standardsortiment.

Bietet Sponser die gleichen Produkte wie Foodspring an?

Sponser bietet ein ähnliches Premium-Sortiment mit Fokus auf wissenschaftlich fundierte Sportnahrung. Die Produkte sind nicht identisch, richten sich aber an die gleiche Zielgruppe.

Was kostet eine Alternative zu Foodspring?

Die Preise variieren stark. ESN und Sponser liegen im ähnlichen Premium-Segment (ca. 30–50 € pro kg Proteinpulver). Bulk und Myprotein sind oft 20 bis 30 Prozent günstiger.