Kaum ein Begriff begleitet uns täglich so selbstverständlich wie „die Presse” – doch was steckt genau hinter diesem Wort? Ob Nachrichtensendung, Tageszeitung oder Online-Portal: Der Begriff steht für eine der tragenden Säulen demokratischer Gesellschaften. Und keine andere Qualitätszeitung verkörpert das so deutlich wie das österreichische Medium, das seit 1864 existiert.

Definition Presse: Gesamtheit aller Zeitungen und Zeitschriften · Top SERP: diepresse.com · Wikipedia: Presse (Medien) · Presseportal: Plattform für Pressemitteilungen

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
  • Presse bezeichnet die Gesamtheit aller Zeitungen und Zeitschriften (Wikipedia)
  • „Die Presse” wurde 1864 gegründet (Kontrast.at)
  • Österreich zeigt im europäischen Vergleich eine hohe Pressekonzentration (DNB)
2Was unklar ist
  • Aktuelle Auflagenzahlen nach 2020
  • Detaillierte Eigentümerstrukturen jünger als 2022
  • Vergleich mit aktuellen EU-Standards zur Pressevielfalt
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht
  • Digitale Transformation der Qualitätsmedien
  • Fortbestehende Pressekonzentration in Österreich
  • Balance zwischen Boulevard und Qualitätsjournalismus

Diese Übersicht fasst die wichtigsten Fakten zu Österreichs Presselandschaft zusammen.

Label Wert
Top Site www.diepresse.com
Wikipedia Presse (Medien)
Plattform www.presseportal.de
App Google Play Die Presse

Was ist Presse?

Der Begriff „Presse” stammt vom lateinischen Wort „pressa” ab und bezeichnet im Medienkontext die Gesamtheit aller Zeitungen und Zeitschriften. Pressemitteilungen, Tageszeitungen, Wochenmagazine und Online-Nachrichtenportale fallen unter diesen Sammelbegriff. Das Nachrichten- und Informationswesen bildet damit das Fundament demokratischer Willensbildung.

Definition und Bedeutung

Die Presse erfüllt in demokratischen Gesellschaften mehrere Kernfunktionen: Sie informiert die Bevölkerung, kontrolliert die politische Macht und ermöglicht die öffentliche Debatte. In Österreich wird die Pressefreiheit durch das Pressegesetz und Nationalrat-Entschließungen aus dem Jahr 1952 geschützt. Medien wie „Die Presse” und „Der Standard” gelten als Qualitätsmedien, die der Öffentlichkeitsherstellung und politischen Willensbildung dienen.

Presse als Medienbegriff

Im Unterschied zu Rundfunk oder digitalen Medien bezeichnet „Presse” primär die Printmedien. Das österreichische Mediensystem ist nach Einschätzung der Deutschen Nationalbibliothek polarisiert-pluralistisch, demokratisch-korporatistisch und liberal. Tageszeitungen bedienen dabei mehrere Bundeslandmärkte mit lokalen Ausgaben. Die Boulevardpresse in Österreich umfasst besonders die „Kronen Zeitung” und „Österreich”.

Warum das relevant ist

Qualitätszeitungen wie „Die Presse” unterscheiden sich von Boulevardmedien durch tiefgehende Analysen, breiteren Themenfokus und höhere journalistische Standards. Diese Unterscheidung prägt die gesamte Medienlandschaft eines Landes.

Die Konsequenz: Wer die Unterschiede kennt, kann gezielt zwischen schneller Boulevard-Berichterstattung und fundiertem Qualitätsjournalismus wählen.

Warum heißt es Presse?

Der Name „Presse” leitet sich historisch von der Druckerpresse ab. Bereits im 15. Jahrhundert entwickelte Johannes Gutenberg die erste bewegliche Druckerpresse mit Metalllettern, die eine Massenproduktion von Texten ermöglichte. Der Begriff wanderte von der technischen Vorrichtung zur Institution: Was mit der Presse gedruckt wurde, erschien in der Presse.

Ursprung des Begriffs

Die Druckpresse revolutionierte die Verbreitung von Wissen. Vor ihrer Erfindung waren handschriftliche Abschriften notwendig, was Bücher zu seltenen und teuren Gütern machte. Mit der industriellen Drucktechnik wurden Zeitungen zu erschwinglichen Massenmedien. Der Begriff „Presse” etablierte sich im 18. und 19. Jahrhundert als Synonym für periodische Veröffentlichungen, als sich erste Zeitungen in Europa und Amerika verbreiteten.

Historische Entwicklung

In Österreich vollzog sich der Übergang von der Parteipresse zu professionellem Journalismus im 20. Jahrhundert. Medien wie „Die Presse” wurden ursprünglich als „Neue freie Presse” 1864 von Michael Etienne und Max Friedländer gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg erschienen die großen Tageszeitungen wieder: „Die Presse” erschien erneut ab 26. Januar 1946 und als Tageszeitung ab 19. Oktober 1948.

Fazit: Der Begriff „Presse” verband ursprünglich eine Technologie mit einer Institution. Heute steht er für ein gesamtes Mediensystem, das Informationen sammelt, aufbereitet und der Öffentlichkeit zugänglich macht.

Ist die Presse rechts oder links?

Die Frage nach der politischen Ausrichtung der Presse beschäftigt Leser weltweit. In Österreich zeigt sich ein differenziertes Bild: Die wichtigsten Eigentümer österreichischer Tageszeitungen sind reiche Familien, Investoren und die katholische Kirche. Diese Besitzstruktur prägt die redaktionelle Linie der jeweiligen Medien.

Politische Ausrichtung

„Die Presse” gilt als liberal-konservativ und steht im Besitz der katholischen Styria Medien AG. „Der Standard” positioniert sich als liberales Medium, während „Kurier” durch seinen Eigentümer Raiffeisenbank bürgerlich-konservativ und ÖVP-nah ausgerichtet ist. Die „Kleine Zeitung” vertritt eine katholisch-konservative Haltung und bekennt sich christlicher Weltanschauung. Boulevardmedien wie die „Kronen Zeitung” folgen anderen Mustern und reagieren stärker auf Markttrends als auf politische Programmatik.

Beispiele für Zeitungen

Der Vergleich zwischen Qualitäts- und Boulevardpresse zeigt unterschiedliche Ansätze: Während „Die Presse” und „Der Standard” auf tiefgehende Analysen setzen, setzen Boulevardmedien auf schnelle Meldungen und breitere Leserschaften. Die Mediendemokratie-Forschung zeigt, dass Medien sowohl Themen als auch politische Persönlichkeiten auswählen und damit aktiv die öffentliche Agenda mitgestalten.

Der Handel

Kein Medium ist vollständig „neutral” – jede redaktionelle Entscheidung spiegelt eine Perspektive wider. Für mündige Leser bedeutet das: Quellen kreuzen und eigene Schlüsse ziehen.

„Ihre politische Ausrichtung ist liberal-konservativ, das Medium steht im Besitz der katholischen Styria Medien AG.”

Kontrast.at (Medienanalyse)

Wer ist Eigentümer von Die Presse?

Die Styria Medien AG, eine katholische Medienholding, ist Eigentümerin von „Die Presse”. Diese Struktur ist kein Einzelfall: Die österreichische Medienlandschaft zeigt insgesamt geringe Pressevielfalt und hohe Konzentration am Tageszeitungsmarkt. Im europäischen Vergleich ist diese Pressekonzentration besonders hoch, mit Beteiligungen deutscher Verlage.

Eigentümerstruktur

Die Eigentümer der großen österreichischen Tageszeitungen teilen sich in drei Hauptgruppen: reiche Familien, institutionelle Investoren und konfessionelle Institutionen. Die Styria Medien AG mit katholischem Hintergrund dominiert mehrere Qualitätsmedien. Raiffeisenbank als Eigentümerin des „Kurier” verankert das Medium in der heimischen Wirtschaft. Diese Konzentration hat sich seit 1955 verschärft und zu einer Konsolidierung nach 1945 geführt.

Österreichische Presse

„Die Presse” zählt mit einer Auflage von 27.708 Exemplaren zu den führenden Qualitätszeitungen des Landes. Zum Vergleich: „Der Standard” erreicht 26.119 Exemplare, die „Tiroler Tageszeitung” 36.016 und die „Vorarlberger Nachrichten” 24.665. Diese Zahlen stammen aus Analysen der WU Wien und zeigen die Bedeutung der regionalen Medienmärkte in Österreich.

Das größere Bild

Österreichs Pressekonzentration ist europaweit beispiellos. Wer die Eigentümer kennt, versteht besser, welche Interessen hinter bestimmten Berichterstattungen stehen können.

Die Konsequenz: Ohne Wissen um Besitzstrukturen übersieht man, welche wirtschaftlichen und politischen Interessen die Nachrichtenlage formen.

Welche Tageszeitung ist die größte der Welt?

Die größte Tageszeitung der Welt variiert je nach Messkriterium: Auflage, Leserschaft oder Verbreitungsgebiet. In Österreich zählt die „Kronen Zeitung” zu den auflagenstärksten Blättern, während global gesehen indische, chinesische und japanische Zeitungen die höchsten Auflagen erreichen. Diese Frage hängt auch damit zusammen, wie man „Tageszeitung” definiert – Print, Online oder kombiniert.

Größte Zeitungen

Die „Kronen Zeitung” dominiert den österreichischen Boulevardmarkt und erreicht regelmäßig die höchsten Auflagen im Land. Im internationalen Kontext messen sich Zeitungen wie „The Times of India”, „Yomiuri Shimbun” und „China Daily” um die Spitzenplätze. Die Rolle dieser Medienhäuser geht weit über die reine Nachrichtenvermittlung hinaus: Sie beeinflussen Politik, Wirtschaft und öffentliche Meinung massiv.

Internationale Vergleiche

Die Macht der Medienhäuser zeigt sich besonders in Demokratien. Pressekonzentration kann die Meinungsvielfalt einschränken und den öffentlichen Diskurs verengen. In Österreich haben mehrere Tageszeitungen bundeslandübergreifende Strategien entwickelt und lokale Ausgaben für regionale Märkte geschaffen. Die Balance zwischen überregionaler Berichterstattung und lokaler Relevanz bleibt eine zentrale Herausforderung.

„Der schärfste Angriff auf Österreich, der seit Jahren in einem ersten Londoner Blatt erschienen ist.”

Die Presse (historische Stellungnahme, Jänner 1956)

Die Konsequenz: Medienmacht ist nicht nur national, sondern beeinflusst als transnationales Phänomen die politische Agenda auf mehreren Ebenen.

Zusammenfassung

Die Presse in Österreich steht vor erheblichen Herausforderungen: Hohe Medienkonzentration, digitale Transformation und der Spagat zwischen Qualitätsjournalismus und Boulevardinteressen prägen die Landschaft. „Die Presse” als liberalkonservative Qualitätszeitung verkörpert einen bestimmten Typus, während andere Medien andere Ausrichtungen bedienen. Für Leser bedeutet das, bewusst verschiedene Quellen zu nutzen und die Besitzstrukturen im Auge zu behalten. In einer Mediendemokratie entscheidet informierte Rezeption über die Qualität des öffentlichen Diskurses.

Weitere Quellen

grin.com, research.wu.ac.at

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet Presse im Alltag?

Im Alltag begegnet uns die Presse durch tägliche Zeitungen, Magazine und zunehmend Online-Portale. Sie liefert Nachrichten, Analysen und Hintergründe zu Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft.

Wie unterscheidet sich Presse von Medien?

Der Begriff „Medien” ist breiter und umfasst alle Kommunikationskanäle: Rundfunk, Internet, Soziale Medien. „Presse” bezeichnet spezifischer Printmedien und deren Online-Auftritte.

Was ist Presseportal?

Ein Presseportal ist eine Plattform, auf der Unternehmen und Organisationen Pressemitteilungen veröffentlichen können. Bekannte Beispiele sind presseportal.de in Deutschland oder österreichische Äquivalente.

Gibt es eine Presse-App?

Ja, „Die Presse” bietet eine App für Mobilgeräte an, erhältlich über Google Play. Damit können Abonnenten das ePaper und aktuelle Nachrichten digital lesen.

Welche News von Die Presse?

Die Presse berichtet über Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport und internationale Ereignisse mit einem liberal-konservativen Fokus. Der Newsticker auf der Website liefert aktuelle Meldungen.

Was sind Presse-Newsletter?

Newsletter fassen die wichtigsten Nachrichten eines Tages oder einer Woche zusammen und versenden sie per E-Mail. Sie bieten eine kompakte Alternative zum regulären Nachrichtenkonsum.

Politische Neutralität der Presse?

Vollständige Neutralität existiert nicht – jedes Medium trifft redaktionelle Entscheidungen, die eine Perspektive widerspiegeln. Informierte Leser erkennen dies und gleichen Quellen ab.