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XPeng Österreich: Produktion in Graz, Modelle & Händler

Freddie Edward Morgan Davies • 2026-04-20 • Gepruft von Elias Hoffmann

In der Steiermark rollen seit Herbst 2025 Elektroautos eines chinesischen Herstellers vom Band – direkt bei Magna Steyr in Graz. XPeng nutzt dieselben Produktionsstraßen, die einst den Mercedes G-Klasse oder den BMW Z4 formten, und verkauft seine Modelle nun über lokale Händler wie Vogl+Co an österreichische Kunden.

Geplante Neuzulassungen 2026: 8.000 · Geplante Händler 2026: 110 · Produktionsstandort Europa: Graz · Modelle verfügbar: G9, G6, P7+

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
  • SKD-Produktion bei Magna Steyr in Graz gestartet (Electrive.net)
  • EU-Zoll: 10 % für SKD-Teile vs. 31,3 % für fertige Autos (Krone.at)
  • Vogl+Co Graz ist offizieller XPeng-Händler (XPeng Österreich)
2Was unklar ist
  • Exakte Produktionsvolumen für den europäischen Markt
  • Detaillierte Lieferzeiten für einzelne Modelle
  • VW-Beteiligung – keine Kapitalverflechtung bestätigt
3Zeitleisten-Signal
  • März 2025: Erste Gerüchte über Magna-Deal (Electrive.net)
  • 15. September 2025: Offizielle Inbetriebnahme (Electrive.net)
  • Oktober 2025: Produktionsstart für Europa (Electrive.net)
4Wie es weitergeht
Attribut Details
Hersteller XPeng (China)
Europaproduktion Graz, Österreich
Erste Händler Vogl+Co, Schmidt
Geplante Expansion 2026 8.000 Zulassungen, 110 Händler
Bekannte Modelle G9, G6, P7+, X9

Wann kommt XPeng nach Österreich?

Der offizielle Markteintritt in Österreich erfolgt nicht als leeres Versprechen, sondern mit konkreten Produktions- und Vertriebsmeilensteinen. Die Produktionslinie bei Magna Steyr in Graz nahm am 15. September 2025 offiziell den Betrieb auf, wie Electrive.net berichtete. Erste G6- und G9-Modelle sollten ab Oktober 2025 vom Band rollen.

Startdatum und Meilensteine

  • September 2025: Inbetriebnahme der Magna-Produktionslinie
  • Oktober 2025: Serienproduktion für Europa
  • Dezember 2025: Erste Erstzulassungen von Demo-Fahrzeugen

Roland Prettner, President Magna Complete Vehicles, bezeichnete die Partnerschaft als „wichtigen Meilenstein” für den europäischen Markt. Gerüchte über einen Magna-Deal mit XPeng und GAC hatten bereits im März 2025 die Runde gemacht, bevor die offizielle Bestätigung kam.

Aktuelle Verfügbarkeit

Der XPeng P7+ startet als neueste Baureihe in Österreich, während G6 und G9 bereits über Vogl+Co bestellbar sind. Der Produktionsstart für den P7+ in Graz ist für 2026 angekündigt, wie Futurezone.at berichtete.

Was das bedeutet

Wer jetzt einsteigt, bekommt ein Fahrzeug aus europäischer Produktion – mit allen steuerlichen Vorteilen, die das mit sich bringt. Die Lieferketten bleiben kurz, und der CO2-Fußabdruck fällt geringer aus als bei einem Import aus China.

Wer verkauft XPeng in Österreich?

Der Vertrieb in Österreich startet nicht über einen einzelnen Online-Shop, sondern über ein wachsendes Netzwerk lokaler Händler. Zum Launch waren fünf Vertragshändlerstandorte in Wien, Salzburg, Graz und Klagenfurt aktiv, wie Mycar.net berichtete.

Händler und Vertreter

Händler Standort Angebot
Vogl+Co Graz Schießstattgasse 65, Graz G9, G6, P7+
Schmidt Premium Cars Wien, Salzburg, Klagenfurt G9, G6, P7+

Vogl+Co in Graz fungiert als Hauptansprechpartner mit direkter Kontaktmöglichkeit unter xpeng@vogl-auto.at oder +43 316 80801041, wie die offizielle XPeng-Website listet. Der Ausbau des Händlernetzes sieht 8 Standorte bis Ende 2025 und 20 Standorte bis 2026 vor, wie Firmenwagen.co.at berichtete.

Probefahrten buchen

Probefahrten können direkt über die Händler oder die zentrale XPeng-Österreich-Website vereinbart werden. Leasingoptionen beginnen bereits bei 429 € monatlich für den P7+ und 499 € für den G9.

Warum das relevant ist

Lokale Händler bedeuten kürzere Wartezeiten, persönliche Beratung und einen Ansprechpartner bei Servicefragen – ein klarer Vorteil gegenüber reinen Online-Direktkäufen, die in Österreich noch unüblich sind.

Gehört Xpeng zu Volkswagen?

Eine verbreitete Verwechslung in Deutschland und Österreich: Viele Leser verbinden XPeng automatisch mit Volkswagen, da der Konzern eine Minderheitsbeteiligung an XPeng hält. Die Realität ist differenzierter.

Unternehmenshintergrund

XPeng ist ein eigenständiger chinesischer Elektroautohersteller mit Hauptsitz in Guangzhou. Volkswagen hält lediglich eine Minderheitsbeteiligung von rund 4,6 % an XPeng, wie verschiedene Finanzberichte bestätigen. Es handelt sich um eine strategische Investition, nicht um eine Übernahme oder Tochtergesellschaft.

Partnerschaften

Die tatsächliche strategische Partnerschaft für den europäischen Markt läuft über Magna Steyr in Graz – einen Auftragsfertiger, der unabhängig von Volkswagen operiert. Die Kleine Zeitung bestätigte die langfristige Partnerschaft zwischen Magna und XPeng.

Die Kurzfassung

XPeng ist kein Volkswagen-Ableger. Die Marke gehört vollständig zu XPeng Motors (China), operiert aber über eine eigenständige europäische Vertriebs- und Produktionsstrategie.

Ist XPENG ein gutes Auto?

Die Frage nach der Qualität lässt sich nicht pauschal beantworten – ein Blick auf die technischen Daten und unabhängige Bewertungen hilft bei der Einordnung.

Tests und Bewertungen

Unabhängige Langzeittests aus dem deutschsprachigen Raum stehen noch aus, da XPeng hierzulande ein sehr neues Marke ist. Die in der Steiermark gefertigten Modelle durchlaufen jedoch die gleichen Qualitätskontrollen wie Fahrzeuge für andere OEMs, die Magna Steyr traditionell fertigt – darunter namhafte Premiummarken.

Stärken des XPeng G9

Der G9 RWD Long Range liefert 351 PS und bis zu 570 km Reichweite, wie Vogl+Co angibt. Die Topversion G9 AWD Performance bringt es auf 551 PS. Der G6 AWD Performance leistet 487 PS und startet bei 48.490 €.

XPeng positioniert sich bewusst im Premium-Segment und zielt auf Konkurrenten wie den Audi Q8 e-tron oder BMW iX, wie Krone.at analysierte. Die intelligente Fahrerassistenz gehört zu den Kernkompetenzen der Marke, die in China bereits auf Level-2+-Systeme setzt.

Vorteile

  • Hohe Reichweiten (bis 570 km beim G9)
  • Leistungsstarke Motoren (bis 551 PS)
  • Lokale Produktion in Graz
  • Wettbewerbsfähige Preise durch SKD-Fertigung
  • Schnelle Ladezeiten

Nachteile

  • Neue Marke in Österreich mit begrenzter Händlerdichte
  • Keine Langzeiterfahrungen aus dem deutschsprachigen Raum
  • Unklare Restwertentwicklung
  • Begrenztes Service-Netzwerk außerhalb der Städte

Wie schneidet Xpeng im Vergleich zu Tesla ab?

Tesla dominiert den europäischen E-Auto-Markt, doch XPeng verfolgt eine bewusst andere Strategie. Ein direkter Vergleich der wichtigsten Parameter zeigt die Unterschiede.

XPeng G6 vs Tesla Model Y

Kriterium XPeng G6 AWD Tesla Model Y AWD
Preis (Österreich) 48.490 € ca. 55.000 €
Leistung 487 PS 514 PS
Produktionsort Graz, Österreich Shanghai / Texas
EU-Zollbelastung 10 % (SKD) 10 %

Der XPeng G6 undercuttet den vergleichbaren Tesla Model Y in Österreich um rund 6.500 €, wie ein Vergleich der Vogl+Co-Preise mit öffentlich verfügbaren Tesla-Konfigurationen zeigt. Entscheidend ist jedoch: Tesla bietet ein etabliertes Supercharger-Netzwerk und eine bekannte Marke.

Preis und Alltagsnutzen

Der Preisunterschied beim G9 fällt noch deutlicher aus: Der neue XPeng G9 startet ab 59.600 €, während der Tesla Model X in einer vergleichbaren Kategorie deutlich höher liegt. In Deutschland kostet der G6 rund 59.000 € – also über 10.000 € mehr als das in Österreich über Vogl+Co erhältliche Modell, wie Krone.at berichtete.

Der Handel

Wer einen XPeng kauft, spart gegenüber einem Tesla-Kauf in Österreich deutlich. Dafür verzichtet er auf das dichte Supercharger-Netzwerk und die etablierte Serviceinfrastruktur von Tesla. Für Vielfahrer auf langen Strecken bleibt Tesla vorerst die praktischere Wahl.

Fazit: XPeng liefert für österreichische Kunden, die Wert auf europäische Produktion und einen niedrigeren Einstiegspreis legen, ein überzeugendes Gesamtpaket. Wer auf maximale Ladeinfrastruktur und Markenbekanntheit setzt, greift weiterhin zu Tesla.

“Als unser erster chinesischer OEM-Partner hier in Europa ist dies ein wichtiger Meilenstein.”

Roland Prettner, President Magna Complete Vehicles

“Der Weg nach Europa ist clever gewählt: Xpeng setzt auf sogenannte SKD-Fertigung.”

Krone.at, Redaktion

Verwandte Beiträge: KESt Österreich: Steuersatz, Berechnung & Freibetrag

Weitere Quellen

xpeng.com, elektroauto-news.net

Häufig gestellte Fragen

Welche XPeng Modelle gibt es in Österreich?

Derzeit sind der G9 SUV, der G6 Crossover und der P7+ Limousine über Vogl+Co und Schmidt Premium Cars bestellbar. Der X9 MPV wurde angekündigt, ein konkreter Starttermin für Österreich steht noch aus.

Wie bucht man eine Probefahrt?

Probefahrten können direkt beim Händler vor Ort oder über die offizielle XPeng-Website unter xpeng.com/at vereinbart werden. Vogl+Co in Graz ist unter xpeng@vogl-auto.at oder +43 316 80801041 erreichbar.

Was kostet der XPeng G9 in Österreich?

Der neue XPeng G9 startet ab 59.600 €. Die Version G9 RWD Long Range ist für 62.950 € erhältlich, die Topversion G9 AWD Performance für 69.950 €, wie Vogl+Co angibt. Leasing beginnt ab 499 € monatlich.

Hat XPeng eine Fabrik in Österreich?

Ja. XPeng lässt seine Modelle G6 und G9 bei Magna Steyr in Graz montieren. Die Produktionslinie nahm am 15. September 2025 offiziell den Betrieb auf. Es handelt sich um SKD-Fertigung (Semi-Knocked-Down), bei der Teile aus China zugeliefert und in Österreich zusammengebaut werden.

Gibt es XPeng Jobs in Österreich?

Offene Stellen bei XPeng Österreich werden über die Unternehmenswebsite ausgeschrieben. Für Produktionsjobs bei Magna Steyr in Graz gelten die dortigen Arbeitsbedingungen als Auftragsfertiger.

Welche Ladezeiten hat XPeng?

XPeng-Fahrzeuge unterstützen DC-Schnellladung mit bis zu 280 kW, was laut Herstellerangaben Ladezeiten von 10 auf 80 Prozent in unter 20 Minuten ermöglicht. Die genauen Werte variieren je nach Modell und Batteriekapazität.



Freddie Edward Morgan Davies

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Freddie Edward Morgan Davies

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